Equipment

    Gutes Equipment kann eine Reise unglaublich erleichtern. Auf meiner erste großen Reise hatte ich nur bedingt Geld, das ich in Equipment stecken konnte. Dennoch wusste ich worauf es ankommt und was ich brauche um zumindest mein Überleben zu sicher. Ihr könnt euch im Netz zig Equipmentlisten anschauen, dennoch möchte ich euch darauf hinweisen, dass der Inhalt eures Rucksackes auf eure Bedürfnisse abgestimmt sein muss. Was bringt euch ein Sack voller Wanderklamotten, wenn ihr auch einmal fein Essen gehen wollt und euch so in kein Restaurant traut? Deshalb führe ich hier einige Gedankengänge aus, aus denen ihr für euch das wichtigste herauspicken könnt.

    Vorliebe für Städte
    Vorliebe für kalte Länder
    Vorliebe für tropische Länder
    Vorliebe für Wüsten
    Vorliebe für Survival oder Camping
    Vorliebe für Weltreisen
    Vorliebe für Safaris
    Vorliebe für Yoga oder Sportreisen

    Vorliebe für Städte?

    „Leute mit leichtem Gepäck kommen am besten durchs Leben. – Jakob Bosshart“

    Ich finde gerade in Städten muss man sich wohlfühlen. Ehrlich gesagt laufe ich persönlich ungern mit Wanderkleidung durch Städte (außer im Norden von Südamerika, da sind Städte weniger trendbewusst und somit fällt man mit Hikingklamotten dort weniger auf). Am liebsten Trage ich entweder ein normales T-Shirt, Vans und je nach Temperatur Jeans oder Shorts. Passt irgendwie immer. In heißen Regionen ist auch ein Kleidchen nicht schlecht. Vermutlich ist es am leichtesten für eine Stadt zu packen. Grundregel: Einpacken in was ihr euch wohl fühlt und gegebenenfalls mehrfach kombinieren könnt. Wer Gewicht sparen will sollte möglichst darauf achten nicht zu viele Schuhe einzupacken. Sandalen und Sneaker reichen meist. Besonders empfehlenswert sind auch die Nike Free Run, sie sind unglaublich leicht und ich hatte nie bequemere Schuhe. Für alle die auf Reisen auch gerne mal Sport machen sind sie das absolute Must-Have.

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    Vorliebe für kalte Länder?

    Da meine ganze Familie keine große Begeisterung für kalte Länder hegt musste ich gerade hierfür am meisten recherchieren. Im Outdoortladen wurde ich mit Informationen überhäuft. Merinowolle? Wassersäule? Und dann gab es noch diese vielen 1000 Nummern. Zwiebelschichten? Thermo – Goretex? Bitte was? Lasst euch nicht beirren, so komplex wie es erst wirkt ist es zum Glück gar nicht!
    Mein erstes Land auf meiner großen Reise war Island, gleich darauf folgte Kanada, das zu dieser Zeit einen Jahrhundertwinter erlebte. Es sollte also kalt werden, sehr kalt. Und dann gab es da noch diese Idee nach Alaska zu reisen. Es musste also wirklich etwas verdammt warmes her. Wer also in kalte Länder reist wird hier vielleicht den ein oder anderen nützlichen Tipp erhalten.

    Welche Materialien eignen sich am besten bei kalten Temperaturen?

    Es gibt zwei Wollen die euch immer wieder begegnen werden. Einmal Merino und dann gibt es da noch Alpakawolle. Normale Schafwolle hat leider einen sehr eigenartigen Geruch und eignet sich nur bedingt. Mit Baumwolle habe ich bei kalten Temperaturen nur negative Erfahrungen gemacht, das gleiche gilt für Jeans. Solltet ihr im Winter in Städte wie Calgary oder Reykjavik unterwegs sein wollen, dann empfehle ich euch unter eure Jeans eine lange Merino Unterwäsche drunter zu ziehen. Aber gerade in Kanada geht Funktion über äußerliche Schönheit. Macht euch deshalb keine sonderlich großen Gedanken wie ihr ausschaut.
    Merino hat unterschiedliche Vorteile. Wenn der Körper schwitzt, dann hilft der Stoff beim kühlen, jedoch isoliert der Stoff so gut, dass er sich gerade für den Zwiebellook im Winter besonders eignet. Egal ob wandern in Alaska, bei einem Schneesturm auf Island, oder an kalten Sommerabenden, Merino ist bei mir mittlerweile immer dabei. Mein Tipp: Merino Socken! Da bleiben die Füße schön kuschelig warm.

    Brauche ich Gore-Tex beziehungsweise regenfeste Kleidung in kalten Regionen?

    Die meisten werden Gore-Tex von Schuhen kennen. Der Begriff für „Wasserdicht“ mit dem große Marken um sich schmeißen. Gore-Tex gehört sicherlich zu den besten Systemen um trocken zu bleiben. Es gibt jedoch auch andere Materialien und wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht. Hinzu kommt der Unterschied von wasserdicht und wasserabweisend. Hierbei ist es wichtig auf die Wassersäulenangabe zu achten. Ab einer Wassersäule von 800 ml ist eine Jacke bzw. Hose wasserdicht. Jedoch bedeutet das dann nicht, dass ihr Stunden im strömenden Regen stehen könnt. Viele Regenjacken fangen bei 10.000 ml an. Die meisten Hardshelljacken sind wasserdicht, jedoch sind diese meist schwerer als Softshell Jacken und bei Softshell Jacken müsst ihr dann entweder auf das Gore-Tex Zeichen achten, oder auf die Wassersäule.
    Aber ja, ihr werden regenfeste Kleidung brauchen. Denn gerade nördlichen Regionen (oder ganz südliche wie Neuseeland, Chile und Argentinien) sind häufig betroffen von Regen. Wenn es aber kalt + regnerisch ist, dann sollte besonderen Wert auf eine richtig gute Jacke und richtig gute Schuhe Wert gelegt werden, sonst verbringt ihr entweder den Urlaub oder die Zeit nach dem Urlaub im Bett. Ich hatte auf meiner großen Reise eine Jacke von Maloja dabei. Die gibt es zwar nicht mehr, aber die neuen Jacken von Maloja sind auch sehr schön!
    Für meine nächste Reise tendiere ich jedoch zu einer neuen Jacke von Patagonia. Aber auch andere Marken wie Adidas, Jack Wolfskin, Vaude und Höglofs haben tolle Produkte.
    Bedenkt bei Jacken aber immer, das sie groß genug sein muss, damit ihr eventuell einen dicken Pulli noch drunter ziehen könnt.
    Ich mochte noch hinzufügen das teuer nicht gleich gut ist! Gerade im Outdoorbereich gibt es einige kleinere Namen die kostengünstig und herausragend sind, deshalb lohnt sich vergleichen und Probebestellen!

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    Welche Marken haben sich bei kalten Temperaturen bewährt?

    Es gibt zwei Marken die ich ganz besonders ansprechen möchte. Einmal Fjällräven und Bench. Erstere Marke dürfte niemanden wundern, schließlich sollten die Hersteller in Schweden wissen was der Körper bei kalten Temperaturen braucht. Ein durchaus treuer Begleiter für Winterwanderungen ist meine Fjällräven Hose: Karla Winter – die perfekte Hose für Winter in Schweden, Norwegen, Island, Kanada und was es sonst noch so an kalten Ländern gibt. Zusammen mit der Merinounterwäsche von Icebreaker, habe ich wirklich nie nie nie gefrorene – auch nicht bei -40 Grad in Kanada. Das ich euch jetzt die Marke Bench empfehle dürfte euch eher verwundern. Was eigentlich eher als eine Lifestyle-Marke gilt hat sich bei mir mehr als nur bewährt. Nach einem besonderen Schlussverkauf habe ich mich für zwei dicke Pullis von Bench entschieden und ja, ich habe sie bis heute. Trotz extremer Benutzung sind beide Jacken gut erhalten. Deshalb eine absolute Kaufempfehlung von mir.

    Wie funktioniert das nun mit den Zwiebelschichten?

    Das Zwieblschalenprinzip hat sich nun schon seit mehreren Jahren in der Outdoorszene bewährt. In der Regel spricht man von drei Schichten, jedoch ist es durchaus möglich noch etwas mehr anzuziehen. Die erste Schicht ist die Schweißtransportschicht. Diese besteht meist aus Polyester, wobei sich bei mir auch Merino gut bewährt hat. Wichtig ist, dass diese Schicht hauteng liegt. Also das Prinzip: Ich kaufe mal lieber groß, ich mag es eh nicht so eng, das ist in diesem Fall eher kontraproduktiv.
    Die zweite Schicht ist die Isolationsschicht bzw. Wärmeschicht. Meist ist dies ein Pullover oder eine Jacke aus einem Wollgemisch.
    Die dritte Schicht ist dann der Witterungsschutz aus Gore-Text, Texapore, Hard- oder Softshelljacken.
    Da ich besonders leicht reisen wollte und auch von -40 bis +45 Grad alles auf meiner großen Reise hatte, habe ich mich damals dafür entschieden lieber mehr unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten zu haben. Deswegen sah das Ganze bei 0 Grad ungefähr so aus: Unterhemd aus Merinowolle, dünner Pulli aus Merinowolle, dicker Pulli, Softshell Jacke, Schal, Mütze. Damit bin ich sehr gut gefahren. Nur bei -40 Grad musste selbstverständlich eine gescheite Winterjacke her!

    Vorliebe für tropische Länder?

    Meine erste Fernreise ging damals nach Malaysia. Und was soll ich sagen, ich hatte viel zu viel Gepäck dabei. Ich hatte gerade meinen ersten eigenen großen Rucksack bekommen und den habe ich dann schön randvoll gemacht. Doch gerade wer nur in den heißen Gebieten von Asien reist, der wird gar nicht so viel Gepäck brauchen. Es ist furchtbar anstrengend bei Hitze so viel Gepäck mit sich herum zu schleppen. Auch die Kleidungswahl bedarf etwas Überlegung. Synthetikkleidung entwickelt bei Hitze furchtbare Gerüche. Normale Baumwolle saugt sich zwar ziemlich voll, ist aber dennoch angenehmer. Besonders empfehlen kann ich euch aber die T-Shirts von Under Armour. Sie sind nicht nur sehr kostengünstig, sondern auch super leicht, trocknen schnell und sehr geruchsneutral.
    In manchen Gebieten in den Tropen gibt es furchtbar viele Mücken. Sie sind nicht nur lästig, sondern auch Überträger von Malaria und Dengue Fieber. Mittlerweile gibt es auch Klamotten mit Spezialbeschichtung um sich die Plagegeister vom Leib zu halten.
    Hier einige Möglichkeiten auf die ich selbst zurückgreife.

    Mückenschutz:

    BUFF Multifunktionstuch mit InsectShield

    Anti-Insekten-Armband

    Moskitonetz

    Anti-Mückenspray

    Cocoon Anti-Mücken Schlafsack

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    Vorliebe für die Wüste?

    Damit wären wir bei einem meiner Favoriten! Jedoch gar nicht so leicht dafür zu packen. Zumal Wüsten sehr unterschiedlich sind. Viele glauben ja, dass es in einer Wüste immer heiß ist – dem ist aber nicht so. Informiert euch deshalb gut welche Wetterbedingungen in der Region jeweils herrschen. Ich bin derzeit etwas süchtig nach den Buff Multifunktionstüchern. Diese könnt ihr als Kopftuch nutzen, aber auch als Stirnband, Haarband oder Schal. Gerade für die Wüste ein Must-Have. Ebenso würde ich euch eine gute Sonnenbrille empfehlen. Je nach Sandfarbe kann der Untergrund ziemlich strahlen und auch auch die Sonnen tut ihren Teil dazu bei. Schützt also eure Augen – nicht nur von der Sonne, sondern auch vor Sandstürmen. Jeder der Valcanoboarding oder Sandboarding ausprobieren möchte, ist damit ebenfalls gut beraten.

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    Vorliebe für Survival oder Camping?

    Wohl auch eher eine komplexere Geschichte. Mit dem Surivalbuch das mein Vater mir mal in die Hand gedrückt hat, war es definitiv nicht getan. In Alaska war ich deshalb beim REI (einem großen Outdoorladen in Amerika) um mich noch genauer zu informieren.Besonders wichtig ist, dass ihr euch die Frage stellt WO in der Natur ihr seid. Gerade in Bear-Country sind besondere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Außerdem möchte ich euch bitten an die Natur zu denken und gerade was Shampoo und Duschgel betrifft nur auf natürlich abbaubare Produkte zurück zu greifen. Hierfür gibt es beispielsweite die Sea to Summit Produkte.
    Wenn ihr mit dem Auto oder Campervan durch die Gegend fahrt, dann habt ihr vermutlich mehr Stauraum als ein Backpacker, der wirklich alles in seinen Rucksack quetschen muss. Es gibt sehr coole Campingsachen und wer Mobil ist kann sich davon sicherlich auch einiges transportieren. Wenn ich da an meine Zeit in Alaska denke – wirklich nur mein Rucksack, mein Zelt, ein Campingkocher und ich, dann war da nicht viel drinnen mit Luxus. Alles musste wirklich sehr leicht sein.

    Deshalb gibt es hier eine kleine aber feine Auswahl meiner ultra-light Produkte:

    Schlafsack von Mammut
    Isomatte von Therm-a-Rest
    Campingkocher von GSI Outdoors
    MSR PocketRocket Backpacking Stove
    Zelt von North Face
    Schweizer Taschenmesser
    Campingbesteck
    Micofaserhandtuch

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    Vorliebe für Safari

    Auf meiner nächsten großen Reise werde ich auch auf Safari in Afrika gehen. Prinzipiell gilt alles was bisher schon erwähnt wurde. Doch gerade auf einer Safari sind die Bedürfnisse noch einmal etwas anders. Die Tiere stehen im Vordergrund, weshalb ich mir deshalb folgendes Fernglas zulegen möchte:

    Ansonsten möchte ich mir auch endlich mal eine Zip-Off Hose gönnen. An sich outet man sich damit ja immer als Tourist aber in Afrika wird mir das sowas von egal sein. Ich habe keine Lust mir an Sträuchern die Beine aufzukratzen oder morgens bzw. abends zu frieren oder zwei Paar Hosen mit mir herum zu schleppen. Da sich die Fjällräven Produkte gut bewährt haben, werde ich auch hier wieder auf das schöne Sortiment zurückgreifen. Gerade in Afrika gibt es die Tag-aktiven-Malariamücken, weshalb eine mückendichte Hose definitiv in Betracht gezogen wird.

    Und da ich meine Fotografie gerne auf das nächste Level heben möchte, spare ich auch nun schon fleißig für mein Safari Fotoequipment.

    Mein Traum Fotoequipment:

    Nikon D7200 SLR-Digitalkamera
    Nikor Objektiv 16-80 mm 1:2,8-4
    Tamron Objektiv SP 70-200mm F/2.8
    Go Pro Hero 4
    Fujifilm Instax Mini Sofortbildkamera
    CamSafe Fotorucksack von PacSafe

    Vorliebe Weltreise

    Ganz oder gar nicht? Logisch, geht auch alles zusammen. Die meisten Weltreisenden suchen sich bewusst den Sommer für ihre weite und lange Reise aus. Das gute ist, dass auf der Südhalbkugel ja Sommer ist, wenn bei uns Winter ist. Wer geschickt plant, der braucht nur für einen Temperaturbereich einzupacken. Wer länger unterwegs ist sollte sich wirklich gut überlegen was für eine solche Reise sinnvoll ist und was nicht. Wer nicht viel wandern geht, der braucht auch keine Hikingboots, denn Sneakers tun es meist auch. Schaut das ihr nicht zu viel einpackt, das meiste könnt ihr euch auch auf der Reise noch kaufen wenn etwas fehlt. Gerade in Asien und den USA sind viele Produkte sehr viel billiger!

    Hier einige Produkte die euch das lange Reisen etwas erleichtern können:

    Reiseadapter mit Router – ja ihr habt richtig gehört, mit Router! Das neueste Modell in Sachen Adapter bietet euch die Möglichkeit schwaches Internet in Hostels zu verstärken und das Internet auf mehreren Geräten zu nutzen. Gerade am Flughafen, wo man für jedes Gerät einzeln zahlen müsste, ist dieser Reiseadapter eine Wunderwaffe.
    Packing Cubes– auf die bin ich leider viel zu spät umgestiegen. Ich hatte erst Kompressionsbeutel und bin erst nach meiner großen Reise umgestiegen und bedauere es nun etwas. Die von Eagle Creek kann ich wirklich sehr empfehlen.
    Eine wasserdichte Schutzhülle für eure Dokumente – das mag jetzt erstmal komisch klingen, aber so ein Wasserschaden kann schnell zu einem großen Problem werden. Deshalb empfehle ich euch eine wasserdichte Schutzhülle für Wertsachen.

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    Vorliebe für Sport und Yoga Reisen

    Auch hier ist es davon abhängig was für eine Art von Sport ihr ausleben wollt. Manch ein Reisender nimmt sogar seine komplette Taucherausrüstung mit, andere legen Wert auf Boardshorts oder Wetsuit. Alle die einfach nur laufen wollen haben es leicht. Je nach Reiseland reichen Shorts, Sportschuhe und ein Top oder T-Shirt.
    Für Yogis gibt es mittlerweile ganz tolle Reise-Yogamatten.

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